Craft Beer in Singapur (2017)

Ich war 2017 in Singapur und habe mir ein wenig die Craft Beer Szene dort angeschaut. Da ich nur ein paar Tage dort war, konnte ich mir leider nur ein paar Locations anschauen, aber trotzdem war diese Reise sehr interessant und weitere Besuche werden folgen.

Mein erster Besuch nach der Landung war das Freehouse. Das Freehouse ist von außen recht unscheinbar und sehr leicht zu übersehen, da unter dem Barschild nur eine schmale Treppe hinauf in den ersten Stock führt, wo dann die Craft Beer Bar liegt.

Auf den Stufen steht der Spruch „Stairway to Beerheaven, Welcome to Freehouse“. Sehr cool! Treppe hoch, ist man auch direkt im Tap-Room, dort findet man 15 Taps und einen sehr einladenden Spruch über der Bar: „No Strangers Here“. Macht schon mal einen ziemlich gemütlichen Eindruck, wobei die Rückseite der Bar mit Hochglanzfliesen gekachelt eher an ein Schwimmbad erinnert. Aber diese erfüllen auch einen Zweck, denn an denen steht das jeweilige Craft Beer Menu mit Edding geschrieben. Insgesamt ein recht kleiner Laden, mit nur ein paar Tische, ner langen Bar und neben den 15 Taps einige Flaschenbiere im Kühlschrank.

Ich hab dann mal geguckt, was sie für IPAs am Hahn haben, hab aber leider keins aus Singapur gefunden, sondern aus den USA, Australien und auch aus England. Ich hab mich dann schweren Herzens für ein amerikanisches IPA entschieden, und zwar das Fresh Squeezed IPA von Deschutes. Das hatte eine ordentliche Süße, die durch das Malz hervorkam, viele Bitternoten, ganz gute Frucht, bisschen was pfirsichmäßiges, bisschen was grapefruitmäßiges, aber schon eher bitter als fruchtig. Aber an sich ein gutes und solides IPA für den Start, trotzdem schade, dass es keins aus Singapur gab. Danach ging es weiter zur nächsten Lokation und damit die Treppe (Stairway to Beerheaven) wieder hinab auf der beim Rausgehen ein Schild zu lesen ist: „Back to Reality“. Tja, leider.

Vom Freehouse ging es in einen Hawker, und zwar zum Chinatown Nacht Markt in der Smith Street. Ein Hawker ist wie ein großes Einkaufzentrum im Stile eines Parkhauses mit offenen Seiten und vielen Ebenen, in denen Kleinstand an Kleinstand sich dicht an dicht reiht. Oben gab es eine Fressmeile und unten gibt es Klamotten und Nippes. In diesem Hawker, wo die Einheimischen für gewöhnlich essen, gab es dann auch eine Craft Beer Kneipe bzw. Stand nämlich Smith Street Taps. Trotz der wenigen Quadratmeter hatten die 10 verschiedene Hähne, davon waren auch 3 IPAs dabei, leider aber auch wieder keins aus Singapur oder aus der indonesischen Ecke, sondern wieder aus Übersee. Ich habe mich dann für das Arbor Rocketman IPA aus England entschieden und mich damit an so einem Ministand auf Plastikstühlen gesetzt um es inmitten von essenden Asiaten zu trinken. Das Arbor Rocketman IPA ist auch ein sehr solides IPA, schöne Bitterkeit, schöne Fruchtnoten, aber eher englisch angehaucht — so ein bisschen trockenerer Hopfen, der das Ganze etwas herber macht, aber an sich ein tolles England-Style IPA. Knappe 50 Meter weiter findet man The Good Beer Company, die gehört quasi zum Smith Street Taps als Craft Beer Store dazu. Aber für heute war es dann erst mal genug für mich, die Müdigkeit klopfte spürbar an.

Am nächsten Tag ging es weiter zu einer Craft Beer Brauerei, die wirklich zentral in Singapur liegt, und zwar das Brewerkz. Man kann dort neben Bier trinken auch gut essen, draußen sitzen und sich die Brauanlage angucken. Man hat so einen amerikanischen County-Style Flair mit Billard-Tischen und verschiedenen Ecken. Sie haben 5 Standardbiere, die sie immer brauen (darunter auch ein India Pale Ale) und dann gibt’s zusätzlich saisonale Biere und darunter war das X-IPA Double IPA. Die Auswahl ist wirklich klasse, die beiden IPAs musste ich natürlich auch trinken. Das IPA von denen ist ganz okay, war jetzt nicht der Burner, sondern eher durchschnittlich — nichts was irgendwie hängen bleibt. Das X-IPA hingegen war schon echt gut, das hatte einen soliden Malzkörper, eine ordentliche Hopfenfrucht, die dazu kam und auch leichte Alkoholnoten. Letztendlich ein rundes Double IPA. Damit hatte ich am letzten Tag doch noch IPAs aus Singapur gefunden und trinken können.

Das war dann so die kleine Reise nach Singapur und der kleine Ausschnitt aus der Craft Beer Vielfalt in Singapur. Es gibt aber wirklich noch viele weitere Locations, die aber über die gesamte Stadt verstreut sind. Die Läden, die ich besuchen konnte, fand ich allesamt Klasse, auch wenn leider nur das Brewerkz einheimische IPAs zu bieten hatte. Die Preise dort sind auch etwas höher als in Deutschland, Singapur ist schon eine teure Stadt, aber wenn man schon mal dort ist, sollte man auf jeden Fall mal vorbeischauen. Ich wäre auch gerne länger geblieben und hätte mir mehr angeschaut, aber vielleicht habe ich ja noch mal die Chance nach Singapur zu kommen.

Cheers!

Craft Beer Singapur (2017) Freehouse, Smiths Street Tap, Brewerkz)

Dieses Mal war ich in Singapur unterwegs und habe die Craft Beer Szene mal unter die Lupe genommen und nach IPAs gesucht.

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