India Pale Ale

India Pale Ale

Wenn Du Dich bislang gefragt hast, was eigentlich dieses IPA ist, dann bist Du hier genau an der richtigen Adresse.

Die Abkürzung IPA [Ei Pi Ai] steht für India Pale Ale und ist ein obergäriger Bierstil auf der Basis eines Pale Ales.

Wenn Dich die Geschichte zum India Pale Ale interessiert, diese findest Du weiter unten.

Wir möchten zunächst auf die Eigenschaften eines India Pale Ales (IPA) eingehen und was es für uns so besonders macht. Daher die Frage worin unterscheidet sich ein IPA von anderen Bierstilen?

Charakteristisch beim IPA sind der hohe Hopfenanteil und ein höherer Alkoholgehalt von meist 5% bis über 10% (Double/Imperial IPA). Doch der Alkohol spielt nicht die Vordergründige Rolle sondern der eigentliche Star des IPAs ist der Hopfen bzw. die Hopfen. Denn im IPA werden meist verschiedene Hopfensorten verwendet die unterschiedliche Geruchs- und Geschmackseigenschaften beim Würzekochen entwickeln und das IPA so abwechslungsreich und Geschmacksintensiv macht. Die Hopfen reichen von Fruchtig wie exotische Früchte (Mango, Ananas, Mandarine) oder Citrus (Grapefruit, Zitrone) aber auch Herbe, Würzig oder Grasige Noten. Die weit verbreiteten IPA-Hopfensorten sind Cascade, Chinook, Centennial und Columbus die auch unter der Abkürzung „4 C´s“ bekannt sind. Insbesondere Cascade kann man als den IPA-Hopfen schlechthin bezeichnen da er in fast jedem IPA zu finden ist. Mittlerweile gibt es mehr als 30 Hopfensorten die in IPAs verwendet werden.

Durch die Menge an Hopfen beim Würzekochen (meist >3 Mal so viel wie bei einem Pils) entsteht eine Bitterkeit die eine weitere Typische Eigenschaft eines IPAs darstellt und meinst im Nachtrunk, also nach dem ersten Schluck, zur Geltung kommt. Die Bitterkeit wird in IBU (International Bitter Unit) als Zahlenwert gemessen und steht bei den meisten IPAs auf der Flasche. Der IBU gibt eine Orientierung wie Bitter ein Bier bzw. IPA ist. Der IBU Wert von IPAs liegt aktuell meist bei 50 bis weit über 100 (Double IPA). Im Vergleich liegt ein Pils hingegen oft bei 20-40 IBU.

Neben dem Hopfen spielt das Malz , auch Seele des Biers genannt, eine wichtige Rolle da hier die Grundlage für jedes Bier und natürlich auch für ein IPA gelegt wird. Beim IPA werden wie beim Hopfen ebenfalls meist unterschiedliche Malze verwendet um Körper, Farbe und Süße zu bestimmen. Da das IPA wie bereits erwähnt auf Basis eines Pale Ales gebraut wird, werden meist Pale Ale Malze verwendet. Aber auch das Angebot an verschiedenen Malzen mit unterschiedlichen Geschmacks- und Farbeigenschaften ist mindestens genauso vielfältig wie beim Hopfen.

Damit die Komposition aus Malz und Hopfen seine großartige Geschmacks- und Geruchserlebnisse entfalten kann liegt die Trinktemperatur eines IPA bei 11-14°C und damit deutlich höher als bei einem Pils. Insgesamt sei hier eine Anmerkung erlaubt sein, dass wir im Allgemeinen dazu neigen (durch mediale Propaganda beeinflusst) unser Bier kälter zu trinken als man es sollte. Daher lautet die Devise gerade beim IPA nicht, raus ausm Kühlschrank oder ausm Hahn und direkt rein in den Hals, sondern ruhig erstmal stehen lassen und die unterschiedlichen Geschmackserlebnisse mit steigender IPA-Temperatur genießen. Ganz wichtig beim Trinken, tue Dir und dem IPA einen gefallen und genieße es aus einem Glas, optimal aus einem IPA-Glas oder einem Verkostungsglas, und nicht aus der Flasche.

Alle Faktoren zusammen genommen machen diese ein IPA zu einem absolut spannenden und abwechslungsreichen Bierstil der unsere und hoffentlich auch Deine Leidenschaft geweckt hat.

Solltest Du noch Interesse an der Geschichte es IPAs haben so findest Du folgend etwas über die vermeintliche Entstehung des Bierstils IPA.

Die "erzählte" Geschichte zum IPA

Stell Dir vor Du bist britischer Soldat in Indien um 1830 welches zu der Zeit eine Britische Kolonie war. Als britischer Soldat bist Du natürlich begeisterter (Pale) Ale Trinker, nur gibt es zu der Zeit kein Ale in Indien. Da dies Deine Kameraden und Dich zunehmend unzufrieden und wütend machte hat das Britische Königshaus angeordnet Britisches (Pale) Ale auf dem Seeweg von Großbritannien nach Indien zu schiffen um Dich und Deine Kameraden mit (Pale) Ale zu versorgen und somit die Stimmung wieder zu erhellen.

Nun ist Indien von England weit weg, der Seeweg dahin lang und gerade zu der Zeit gab es noch keinen Suezkanal weshalb man einmal um Afrika herum segeln musste um nach Indien zu kommen. Das Problem war allerdings das (Pale) Ale damals für die lange Seefahrt nicht haltbar war und somit unterwegs verderben würde. Man brauchte also eine Idee wie man das (Pale) Ale für den langen Seeweg haltbar macht

Daher hat man durch Zugabe von deutlich mehr Hopfen und Alkohol das (Pale) Ale für den langen Seeweg nach Indien konserviert, weshalb dieses stärkere (Pale) Ale, India Pale Ale (IPA) genannt wurde. Doch das India Pale Ale war eigentlich als eine Art Konzentrat gedacht welches, wenn in Indien angekommen, im Mischverhältnis 1:1 mit Wasser auf normale (Pale) Ale gestreckt werden sollte.

Nun waren Deine Kameraden und Du allerdings so durstig und außer euch vor Bierfreude über das eingetroffene India Pale Ale, das Ihr Euch dachtet, warum das Gute IPA mit Wasser strecken wenn man es auch pur trinken kann und es dank des höheren Alkoholgehalts sogar noch mehr knallt…

Und das ist lt. Erzählungen und diversen Quellen die Geburtsstunde und die Geschichte des India Pale Ales kurz IPA.

Und damit Prost!