Craft Beer Marketing

Warum Craft Beer-Brauer ihre eigene Story erzählen sollten

Die amerikanische Craft Beer-Bewegung ist in Deutschland angekommen: Immer mehr kleine Brauereien bringen handgemachte Biere auf den Markt und besinnen sich damit auf vergessene Biersorten oder stellen ungewöhnliche Bierstile wie Ale oder IPA her. Das ist eine große Bereicherung für das Land, das über die Grenzen hinweg für seine Bierkunst bekannt ist. Doch gleichzeitig stellt sich immer stärker die Frage: Was differenziert die eine Craft Beer-Brauerei von der anderen?

Bierbrauer konzentrieren sich stark auf ihr Produkt — das ist gut und wichtig. Doch die Liebe zum Produkt führt nicht automatisch zum wirtschaftlichen Erfolg, wenn die Differenzierung zu Konkurrenzprodukten fehlt. Über Sorten oder Bierstile funktioniert diese Abgrenzung nicht mehr, da mittlerweile das Angebot riesig ist. Oft scheitert dann die „romantische“ Vorstellung des Bierbrauens an unbezahlten Rechnungen.

Deshalb ist es wichtig, dass sich Craft Beer-Brauer und Brauereien von Anfang an Gedanken über die Vermarktung des Bieres machen. Gerade Craft Beer bietet dabei eine hervorragende Möglichkeit, sich auf eine Content-Strategie zu fokussieren: Die persönliche Story hinter der Idee, dem Prozess des Bierbrauens und der Persönlichkeit des Bierbrauers schafft Sichtbarkeit und Einzigartigkeit. Und all das lässt sich wunderbar mit Videos, Podcasts oder Blogbeiträgen begleiten. Wie wird eine neue Rezeptur aufgesetzt? Wie wird ein Bier überhaupt gebraut? Welche Herausforderungen hat ein Bierbrauer täglich zu meistern? Bierbrauer können täglich Content generieren, im Netz und auf den eigenen Seiten veröffentlichen und so eine deutlich größere Reichweite erzielen als etwa auf einem Craft Beer-Festival.

Die Geschichten hinter dem Bier zu erzählen, das ist auch die Marschrichtung von BRAXATORES: Hier werden weltweite Craft Beer-Reisen dokumentiert, Brauereien besucht und im Gespräch mit den Braumeistern deren persönliche Geschichte festgehalten. Das kann jeder Bierbrauer auch genauso für sich umsetzen.

Was genau braucht eine Craft Beer-Brauerei dafür? Für den Start ist wenig Knowhow und noch weniger Equipment nötig. Die Brauerei braucht nur das, was wir ohnehin täglich mit uns herumtragen, nämlich ein Smartphone. Damit lassen sich Bilder oder Videos aufnehmen, Sprachmemos aufzeichnen oder mit einer kostenlosen Podcast-Apps, wie etwa Anchor, ein eigener Podcast aufnehmen. Die „Behind the Scenes“-Geschichten schaffen eine ganz andere Verbindung zu dem Kunden. Und durch die Verbreitung im Netz kann ein Schneeballeffekt entstehen, indem Inhalte weiterempfohlen oder verlinkt werden.

Craft Beer ist keine Biersorte oder Biergattung, sondern eine genussorientierte Herangehensweise an das Bierbrauen. Gerade diese Herangehensweise will erzählt werden, um dem Bier seinen einzigartigen Charakter zu geben.

In diesem Sinne: Hopfig bleiben und bis zum nächsten Mal!